Green-Claims: Webseiten und andere Kanäle gezielt auf kritische Nachhaltigkeitsaussagen prüfen

Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen auf Websites müssen künftig deutlich genauer geprüft werden. Die Richtlinie (EU) 2024/825, bekannt als Empowering Consumers for the Green Transition oder EmpCo, stärkt Verbraucherinnen und Verbraucher. Sie soll besser vor unlauteren Praktiken schützen und für verlässlichere Informationen sorgen.

 

Aussagen wie „klimaneutral“, „umweltfreundlich“, „nachhaltig“, „ökologisch“ oder vergleichbare Formulierungen sollten nicht isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist, ob sie konkret, belegbar und im jeweiligen Kontext verständlich sind.  

Allgemeine Umweltaussagen ohne entsprechenden Nachweis werden durch die neuen Vorgaben deutlich stärker eingeschränkt. Die Richtlinie ist bereits in Kraft; anzuwenden sind die nationalen Umsetzungsvorschriften ab dem 27. September 2026.

Viele Unternehmen stehen damit vor einer praktischen Aufgabe: Die betroffenen Aussagen sind oft über Jahre gewachsen. Sie stehen nicht nur auf zentralen Webseiten, sondern auch in Produkttexten, News, Kampagnenseiten, Downloads, Broschüren und PDF-Dokumenten. Eine manuelle Prüfung ist zeitaufwendig und birgt das Risiko, relevante Stellen zu übersehen.

UO-Crawler zur Prüfung von Websites und verlinkten PDF-Dokumenten

UO hat einen Crawler entwickelt, der Websites systematisch nach Schlüsselwörtern durchsucht und potenziell relevante Textstellen identifiziert. Dabei werden nicht nur HTML-Seiten geprüft, sondern auch PDF-Dokumente einbezogen. Die gefundenen Inhalte werden indiziert, ausgewertet und nach ihrer Relevanz eingeordnet.

Die Einstufung erfolgt in drei Kategorien: kritisch, prüfen und unproblematisch. So erhalten Unternehmen eine strukturierte Grundlage in Form eines Excel-Dokuments mit den geprüften URLs und den jeweiligen Ergebnissen. Die Übersicht zeigt, wo problematische Aussagen gefunden wurden, wie diese eingestuft sind und welcher alternative Formulierungsvorschlag vorliegt. Die finale Bewertung sollte aber immer durch einen Redakteur vorgenommen werden

Damit entsteht keine abstrakte Analyse, sondern eine konkrete Arbeitsgrundlage für Marketing, Kommunikation, Nachhaltigkeitsmanagement, Recht und Webredaktion. Teams können die Fundstellen priorisieren, Verantwortlichkeiten zuweisen und Inhalte direkt in TYPO3, WordPress, Magento oder anderen bestehenden Systemen überarbeiten.

Zeit sparen und Vollständigkeit sicherstellen

Gerade bei umfangreichen Websites ist die automatisierte Prüfung ein deutlicher Effizienzgewinn. Der Crawler reduziert den manuellen Aufwand und hilft dabei, auch Inhalte zu finden, die in tiefen Seitenstrukturen oder PDF-Downloads verborgen sind. Das senkt das Risiko, kritische Aussagen zu übersehen.

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